Eine Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist bis heute für viele Menschen ein Highlight. Manche Touristen definieren ihren Zielort und Pläne für Unternehmungen im Land schon sehr weit im Voraus. Für eine USA-Reise gibt es einiges zu beachten. Wer sich im Vorfeld gut organisiert, darf sich auf einen spannenden und erholsamen Aufenthalt freuen. Die nachstehenden Punkte dienen zum Abhaken der Vorbereitungen, die für eine Einreise in die USA wichtig sind.

Reisezeitraum festlegen

Damit es bei der Reiseplanung keine Schwierigkeiten gibt, bestimmen USA-Urlauber zunächst, wann genau die Reise stattfinden soll. Sie beantragen beim Arbeitgeber den entsprechenden Zeitraum an Freizeit und lassen diesen genehmigen. Wenn geklärt ist, dass der Wunschtermin klappt, geht es einen Schritt weiter.

Flug buchen

Reisezeitraum und Aufenthaltsdauer sind ebenso festgelegt wie der Ort/die Orte für Ankunft und Abreise – nun buchen Reisende einen passenden Hin- und Rückflug. Etliche Airlines bieten Flüge in die USA an. Ein Preisvergleich lohnt sich in jedem Fall. Wer das Internet beherrscht, sucht verschiedene Onlineportale nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis durch. Weniger computer-affine Touristen holen sich eine kompetente Beratung in einem Reisebüro ein.

Mietwagen und/oder erste Unterkunft reservieren

Nachdem die Flugverbindung steht, sollten USA-Reisende entweder einen Mietwagen buchen und/oder ein Hotelzimmer/Motel für die ersten Übernachtungen reservieren. Gelegentlich gibt es interessante Fly & Drive-Angebote für Amerika. In diesem Fall bestellen Reisende Flug und Auto in einem. Wichtig ist, dass entweder von der Mietwagenstation oder der Unterkunft eine Adresse vorliegt. Diese benötigen Touristen für das Electronic System for Travel Authorization, kurz ESTA, beziehungsweise für ein Visum zur Beantragung der Einreise.

Einreiseformular (ESTA)/Visum beantragen

Ohne einen Antrag des ESTA-Programmes oder ein gültiges Visum kann niemand in die USA einreisen. Das erforderliche ESTA-Formular füllen Reisende schnell und unkompliziert online auf der offiziellen Website vom „Department of Homeland Security“ aus. Ein wenig Vorsicht ist geboten bei anderen Anbietern im Netz, die gegen eine Gebühr das Ausfüllen des Formulars übernehmen möchten. Folgende Informationen sind zum ESTA-Verfahren wissenswert:

  • Innerhalb weniger Sekunden erhalten Reisende online eine JA/NEIN Antwort. Diese ist für zwei folgende Jahre gültig. Falls in der Zwischenzeit der Reisepass abläuft, muss der Reisende die Einreise neu beantragen.
  • Wer als Grund für den Aufenthalt bei der Einreise nicht „Vacation“ (= Urlaub) angeben kann, braucht statt des vereinfachten ESTA-Formulars ein Visum der Botschaft.
  • ESTA gilt allein für die Einreise per Flugzeug oder Schiff. Wer über Land, also beispielsweise durch Kanada in die USA einreisen möchte, benötigt zusätzlich ein weiteres Formular.
  • Das ESTA-Formular ist lediglich für eine Aufenthaltsdauer von maximal 90 Tagen in Kraft.
  • Bei der Einreise zeigen Touristen das Formblatt ausgedruckt gemeinsam mit dem Reisepass vor.
  • Um Komplikationen zu vermeiden sollten USA-Reisende ESTA spätestens bis drei Tage vor Abreise beantragen. Möglich sind kurzfristige Anträge oder auch Anträge ohne konkrete Reiseabsicht und Reisedatum.
  • Nicht jeder Passagier muss für sich eine eigene ESTA beantragen. Ein Formular reicht zum Beispiel für die ganze Familie.
  • Änderungen, die sich nach der Beantragung ergeben, sollten unverzüglich online durchgeführt werden.
  • Ein Pflichtfeld im Formular ist eine erste reale Adresse in den USA. Hier tragen Reisende entweder das reservierte Hotel/Motel oder die Mietwagenstation ein.
  • Die Kosten für den Einreiseantragt zahlen Touristen per Kreditkarte.

USA-Reisende, für die aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit kein schlichtes ESTA-Formular ausreicht, beantragen für einen vorübergehenden Aufenthalt in Amerika ein sogenanntes Nichteinwanderungsvisum. Konsulate und Botschaften stellen ein Besuchervisum aus. Da hierbei Fristen zu beachten sind, sollten Betroffene ihren Antrag möglichst rechtzeitig vor dem Reisebeginn stellen.

Überprüfung der Ausweisdokumente

Wenn die Reiseplanung feststeht, ist es an der Zeit, die vorhandenen Dokumente zu prüfen. Sollte ein Reisepass in Kürze ablaufen, ist nun noch ausreichend Gelegenheit, um vor der Abreise in die USA ein neues Ausweisdokument zu beantragen und in Empfang zu nehmen.

Kreditkarten inspizieren

Neben den Ausweispapieren sind bei einem USA-Aufenthalt Kreditkarten von großer Bedeutung. In fast allen Geschäften und auch in Restaurants zahlen Kunden bargeldlos. Es wäre sehr ärgerlich, wenn genau innerhalb der Amerika-Reise eine Kreditkarte ausläuft und ihre Gültigkeit verliert. Touristen sollten lieber eine Weile vor Ablauf der alten Karte den Nachfolger anfordern.

Einen Blick auf den Führerschein werfen

Sicherheitshalber sollten deutsche Urlauber, die in den USA einen Mietwagen oder ein Wohnmobil fahren möchten, einen internationalen Führerschein dabei haben. Damit sollte es zu keiner Zeit und in keinem amerikanischen Staat zu Verwicklungen kommen. Wer noch einen alten Führerschein zuhause hat, sollte sich gegen eine geringe Gebühr die aktuelle Version im Scheckkartenformat ordern.

Reiseversicherungen abschließen

Vor unvorhergesehenen Zwischenfällen kann sich niemand komplett schützen. Durch eine plötzliche Krankheit kann eine Reisestornierung fällig werden. Ein Unfall am Zielort macht vielleicht eine ärztliche Versorgung oder sogar eine Rückführung nach Hause notwendig. Um sich vor finanziellen Risiken solcher Ereignisse zu schützen, sollten USA-Reisende ein individuelles Reiseversicherungspaket abschließen. Sinnvoll sind je nach Art und Umfang des Aufenthaltes

Personen, die in Deutschland nicht gesetzlich sondern privat krankenversichert sind, lesen ihre Police genau durch. Einige private Krankenversicherungen haben Auslandskrankenversicherungen inkludiert, die auch in Amerika gültig und anerkannt sind.

Tipp: Gründe für eine Reiserücktrittversicherung und Reiserücktritt

Die Abwesenheit von zuhause organisieren

Es ist niemals schön, wenn ein Haus oder eine Wohnung ganz offensichtlich für einige Zeit unbewohnt scheint. Daher sollten nach Möglichkeit Nachbarn, Freunde, Familienmitglieder oder Bekannte regelmäßig im verlassenen daheim nach dem Rechten sehen. Zu den Arrangements gehören unter anderem

  • das Gießen von Blumen im Haus,
  • das Pflegen von Grün im Garten,
  • die Leerung des Briefkastens,
  • die Verteilung von Aktivitäten im Notfall, beispielsweise bei Unwetterschäden oder Einbrüchen,
  • die Versorgung von zurückbleibenden Haustieren wie Katzen, Kleintieren oder Hühnern.

Informationsmaterial mitnehmen

Aus der modernen Gesellschaft sind technische Hilfsmittel wie Mobiltelefone und Navigationsgeräte, Tablet PCs und Digitalkameras nicht mehr weg zu denken. Alle diese Dinge haben ihre Berechtigung, auf eine USA-Reise zu gehen. Doch sollten Reisende ebenso ein paar althergebrachte Utensilien dabei haben, schließlich gibt es nicht überall WLAN oder Satellitenzugang. Eine Straßenkarte mit der eingezeichneten Reiseroute ist ebenso dienlich wie ein klassischer Reiseführer. Dieser gibt Auskünfte über Sehenswürdigkeiten und Attraktionen einer Region, die hilfreicher sein können als Tipps aus dem Internet.

Devisen besorgen

Neben dem weit verbreiteten Gebrauch von Kreditkarten ist es in den USA unvermeidlich, Bargeld dabei zu haben. Insbesondere kleine Dollarscheine sind im Alltag unerlässlich. Daher sollten Touristen sich rechtzeitig bei der Bank eine gewisse Summe an Bargeld besorgen. Wer sich für den Rest nicht nur auf die Kreditkarte verlassen und an amerikanischen Geldautomaten Cash nachziehen möchte, kann ebenfalls bei der Bank American Express Traveller Cheques erhalten. Diese sind an vielen Stellen in Bargeld eintauschbar.

Koffer auf den Prüfstand stellen

Jeder USA-Reisende sollte bei seiner Airline nachfragen oder in den Tickets nachlesen, wie groß und schwer das aufgegebene Gepäck sowie das Handgepäck sein dürfen. Falls die eigenen Koffer den vorgegebenen Maßen nicht entsprechen, müssen Reisende zügig reagieren und passende Gepäckstücke ausleihen oder kaufen. Wenn ein Koffer auf einer Überseereise zu groß ist, berechnen Fluglinien gelegentlich horrende Aufschläge.

Einen Adapter einpacken

Deutsche Netzstecker passen nicht in amerikanische Steckdosen. Um das Handy oder die Kamera aufzuladen ist daher ein Adapterstecker erforderlich. Auf den letzten Drücker können Touristen solche Adapter sogar noch am Flughafen erstehen.

Elektronische Geräte aufladen

Alle technischen Apparaturen, die mit auf die Reise gehen sollen, laden Touristen am Tag vor der Anreise komplett auf. Bei manchen Geräten ist es sinnvoll, die eingestellte Uhrzeit auf die lokale Zeit am Zielort umzustellen. Kameras stellen sich meist nicht automatisch um, Mobiltelefone hingegen schon. Die üblichen Reisebegleiter, die mit einem vollen Akku starten sind

  • ein Fotoapparat oder eine Filmkamera,
  • ein Handy oder Smartphone,
  • ein Rasierapparat,
  • ein Epilierer,
  • ein Laptop oder Notebook,
  • ein Tablet-PC,
  • ein Navigationsgerät.

Die Koffer packen

In Abhängigkeit von der Dauer des Aufenthaltes und der Art der Reise – Badeurlaub, Sightseeing, Sporturlaub – packen Amerikafans ihren Koffer mit allen Anziehsachen, die sie vor Ort benötigen. In etlichen Regionen können Touristen nachkaufen, was sie vielleicht vergessen haben. Wer jedoch zum Beispiel wandern möchte, sollte seine eigenen Socken und Schuhe in jedem Fall dabei haben. Nach Möglichkeit wiegen USA-Reisende ihren Koffer bevor es zum Flughafen losgeht. So wissen sie sicher, dass sie kein Übergepäck bezahlen müssen.

Eine Reiseapotheke vorbereiten

Vor Kopfschmerzen sind Reisende auch in den USA nicht gefeit. Es ist ratsam, die gängigsten Arzneien in geringer Dosis für die Reise mitzunehmen. Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, besorgt sich in guter Vorzeit die ausreichende Quantität und gegebenenfalls eine ärztliche Bescheinigung zur Mitführung der Arznei. Für die Erstversorgung reichen in aller Regel

  • Kopfschmerztabletten,
  • Durchfallmedikamente,
  • Medizin gegen Erkältungserscheinungen,
  • Nasenspray und Halspastillen.

Per Internet einchecken

Für Amerika-Flüge bieten viele Airlines einen sogenannten Online-Check-In. Diesen erledigen Touristen etwa 24 Stunden vor Abflug. Bei dem Check-In reservieren die Reisenden ihre Plätze im Flieger und drucken die entsprechenden Bordkarten aus. Wer diesen Vorgang zuhause erledigt, spart Wartezeit am Flughafen.

Schlüsselübergabe

Wenn der Aufbruch naht, dürfen Reisende nicht vergessen, ihrer Vertrauensperson den Haus- oder Wohnungsschlüssel sowie auch den Briefkastenschlüssel zu übergeben. Instruktionen sollten bereits geklärt sein.

Liste mit Adressen/Kontakten ins Handgepäck nehmen

Eine Auflistung aller wesentlichen Kontakte muss in jedem Fall mit in das Handgepäck. Neben privaten Nummern sollten weitere Kontaktadressen wie die Hotline für Kreditkartenverluste und Diebstahl auf der Liste enthalten sein.

Zu guter Letzt: Die Reiseunterlagen einstecken

Für einen erholsamen Urlaub sind die vollständigen Unterlagen ein Muss:

  • Flugticket/Boarding-Pass,
  • Mietwagenunterlagen,
  • Hotelreservierung,
  • sonstige Buchungen/Reservierungen für Aktivitäten oder Events.

Viele USA-Reisende haben eine Version auf dem PC sowie eine ausgedruckte Fassung dabei. Wenn die Unterlagen doppelt vorhanden sind, kann nichts mehr schiefgehen.

Daten-Roaming abschalten

Um eine böse Überraschung am Ende des USA-Urlaubs zu vermeiden, sollten Reisende das Daten-Roaming ihres Smartphones abschalten. Ansonsten könnte eine hohe Telefonrechnung die Folge sein.

Flüssigkeiten des Handgepäcks eintüten

Bevor es auf die Gangway geht, müssen Flüssigkeiten, die Reisende im Handgepäck mitführen möchten, in durchsichtige verschließbare Beutel verpackt werden. Hierbei gelten bestimmte Mengenangaben, die am Flughafen veröffentlich sind. Und dann geht es endlich auf nach Amerika!